Mittwoch, 20. April 2011

Was macht  mit den Ortsdaten?

Nachdem heute bekannt wurde, dass Apple 'nen Wust an Geolocation Daten der iPad und iPhone Besitzer auf der Festplatte des Nutzers ablegt, habe ich mir einige Gedanken gemacht, was der Apfel damit wohl vorhaben könnte. Ich schreib dies auf, um ein Dokument zu haben, falls eine meiner orakeleien - wider Erwarten - eintrifft.



Theorie 
Ein ehemaliger Kollege von mir mutmaßte einst, dass Apple die hunderten von Milliarden Dollars auf deren hoher Kante eines Tages in eine Telco investieren würde. Eine Art iPhone-only Telco, mit der sie den ganzen Beschränkungen, die ihnen sonst von den herkömmlichen Mobilfunkbetreibern auferlegt werden, aus dem Weg zu gehen könnten. Zum Beispiel würden sie sich solche Rudimente wie SIM einfach sparen. Mit einer Karte, die sich aus den erhobenen Bewegungsdaten fertigen ließe, könnte man wunderbar entscheiden, wo man mehr Funktürme braucht um die größeren Büschel (Cluster) von iPhone Benutzern zu vernetzen.

Theorie 
Die Daten sollten für eine (eigene) Wifi Karte (analog zu dieser) verwendet werden, die Apple aufbaut.

Theorie 
Planung für ein Location-basiertes Werbe Modell für iAds.

Theorie 
Aus "Versehen" auf Vorrat gespeichert. So wie Google einst die Wifi Daten.  Hat starken "Ausrede"-Charakter. Hierfür würde allerdings der Fakt sprechen, dass es sich immer noch um eine amerikanische Firma handelt, die es bekanntermaßen mit diesem Datenschutz nicht gar so eng sehen.

Theorie 
Apple möchte wissen, wo die meisten seiner Fanboys rumspringen. Zum Beispiel um Orte für neue Applestores oder ähnliches zu finden. Wobei man hierzu auch IP Adressen oder andere Software verwenden könnte. Die Vorratsdaten in der derzeitigen Ausprägung wären ein bisschen wie Kanonen und Spatzen.

Theorie 
CIA, der Mossad, China oder die Spackeria haben da ihre Finger im Spiel  - obligatorische tin foil hat Variante.

Mir ist bewußt, dass die Daten derzeit scheinbar nicht an Apple zurückgeschickt werden. Aber was nicht ist hätte ja noch werden können. Wenn es nicht aufgefallen wäre.
Der Screenshot oben kommt übrigens von den Daten meines Telefons, die ich mittels dieser Software ausgewertet habe.

Mich würde interessieren, ob diese Bewegungsdaten bis zum Anbeginn der Zeit (heißt das erste iPhone) zurückgehen.

Interessant ist übrigens auch dieser Absatz aus diesem FAQ:
The most interesting data is the latitude, longitude location and the timestamp. The timestamp shows the time in seconds since January 1st 2001.

UPDATE:
Es sieht wohl so aus als sei Theorie  der Sieger. Leider auch die langweiligste...
(dummerweise hab ich den Link zur Seite, auf der ich ein Indiz hierfür gefunden hatte, verlegt)

Die Methode für den Opt-Out findet sich (unter anderem) in Richard Gutjahr's Blog.

Eine Zusammenfassung der Hintergründe finden sich in dem iPhone Blog. Dieses neigt natürlich etwas zum Apple Fanboyizm. Nomen est Omen

Und hier noch ein Blog, welches auch an die Nummer  glaubt.

Montag, 14. Februar 2011

Die große Komödie

Warnhinweis: Nur wer mindestens einen neuen Schlüpper dabei hat, sollte es wagen den folgenden Clip bis zum Ende zu sehen.

Kurzzusammenfassung: Der Parkplatz einer belgischen Telko, die ihre Kunden mit Warteschleifen zu terrorisieren pflegt, wird von Basta, einer Satire Sendung, mit einem Büro Container blockiert, um sie mit ihren eigenen Waffen zu schlagen.



Ich geh dann mal Schlüpper wechseln...
(via fefe)

Freitag, 28. Januar 2011

Frustation.free!

Aufgrund höchst anstrengenden Aktes einen neuen PS3 Controller aus seiner (gefühlt) titanbeschichteten Plastik Verpackung zu schälen - was sich nicht ohne Zuhilfenahme eines Saitenschneiders bewerkstelligen lies - feuerte ich den folgenden Tweet in das Universum. Dieser hat - leider - nach wie vor Gültigkeit.


Per DM wurde ich gewarnt, auf keinen Fall bei Google Bilder nach Blister zu suchen. Diese Warnung ist allerdings nicht der Grund, warum ich nach einiger Zeit mal wieder den Stift in die Hand nehme.
Vor einigen Tagen bekam ich ein optisches Kabel geschenkt, welches bei einem der großen Online Versandhändler bestellt wurde. Ja, der mit dem A und dem mazon am Ende.
Dieses kam nicht, wie üblich, in einer dieser widerlichen Blister Verpackungen (zu Deutsch: Sichtverpackung), wie sie beim Roten Elektomarkt verkauft werden.

Das Kabel wurde in "Certified Frustration Free Packaging" ausgeliefert.

Und dies sah dann ziemlich genau so aus:



Dies macht zwar youtube Unboxing Videos seeeehr viel unblutiger und damit weniger spektakulär, ist aber ein grandioses Beispiel für Usability. Da sich ein unboxing Video nicht gelohnt hätte, hab ich mal ein Unboxing Foto gemacht.


Wie cool ist das? Wenn ich ein Kabel brauche, will einfach nur ein Kabel haben, und keinen Firelefanz aus Plastik und Scheiß. Ich finde dies in ähnlichen Maße innovativ wie einst die Adresszeile von Chrome, die ein extra Suchfeld ad absurdum führte.
Amazon hat natürlich den Vorteil, dass die ihre Waren nicht schön ausstellen müssen. Trotzdem können sich die Krawall Elektronik Märkte (Geil ist geil, der Rote, und andere) da mal die ein oder andere Scheibe abschneiden, und ihre Zulieferer dazu anhalten, die Verpackungen weniger frustrierend und nicht zuletzt etwas grüner (a.k.a. umweltfreundlicher) zu gestalten. Für mich wäre dies ein Kaufgrund.

Laut Amazon's Frage und Antwort Seite kann man sogar weitere Produkte für das Frustration Free Programm vorschlagen.
Leider bleibt aber selbst nach Studium diese FAQ eine wichtige Frage offen: Warum "certified"?

Im übrigen werde ich für diesen Text nicht vom großen A bezahlt. (obwohl ich natürlich nichts dagegen einzuwenden hätte. Amazon, falls Du das liest... meine Kontonummer hast Du ja).